Nicht weniger, sondern mehr Liebe!

Der Herr aber helfe euch, euer Denken und Wollen ganz an Gottes Liebe auszurichten, und mache euch standhaft, wie er selbst, Christus, standhaft war.

Die Bibel, 2.Thessalonicherbrief 3,5

Worauf bist du gedanklich gerade ausgerichtet? Das ist eine sehr spannende und wichtige Frage in unserer aktuellen gesellschaftlichen Situation und mit Blick auf Gottes Reich. Denn wenn ich mir den zeitlichen Aufwand und die Energie anschaue, mit der auch Christen das Thema Corona bewegen und besprechen. Wenn ich sehe, dass Gemeinden/Geschwister sich über dieses Thema entfremden und voneinander distanzieren. Dann macht mich persönlich das sehr traurig.

„Ausgerichtet auf die Liebe Gottes“ heißt, dass ich wie Gott lieben soll – und zwar jeden Menschen um mich herum. Leider habe ich den Eindruck, dass der Umgangston innerhalb des Leibes Jesu nicht mehr, sondern weniger von Liebe geprägt ist. Erlebst du das auch?

Wir sollen auch „standhaft wie Christus“ sein. Jesus war nicht voreilig auf dem Weg zum Kreuz. Er hat es kommen lassen und sich darauf konzentriert, den Vater im Himmel zu verherrlichen. Das war nicht Passivität, sondern geduldiges, fokussiertes Warten. Manche Wortmeldung, innerhalb und außerhalb der Gemeinde, scheint mir da eher von abnehmender Geduld geprägt zu sein – vom Fokus ganz zu schweigen.

Und es ist völlig egal, welche Meinungsgruppe ich mir anschaue. Alle tendieren zu „weniger“ im Umgang mit den anderen. Dabei waren Christen doch immer bemüht, sich dem Zeitgeist nicht anzuschließen, oder? Wir sollen doch ein Gegenentwurf zur Welt sein – eine bessere Gemeinschaft, oder? Durch Jesus Christus können wir es sein! – Aber nur, wenn wir uns auch an ihm ausrichten.

Natürlich ist es heute immer noch schwer, dem anderen zuzuhören, ihn wertzuschätzen auch wenn er nicht meiner Meinung ist. Geduldig zu warten, auch wenn man selbst am liebsten schon viel weiter wäre. … Aber liebe Geschwister, lasst uns genau deshalb auf Christus schauen! Zeigt eurem Umfeld, dass Gott immer noch gerade diejenigen liebt, die nicht an ihn glauben (– und die nicht eurer Meinung sind!). Lasst uns diese Zeit nutzen, um den Menschen, die wunderbare Sehnsucht Gottes nach Gemeinschaft mit ihnen zu zeigen. Lasst es sie erleben und spüren.

Corona ist das bisher größte und erfolgreichste Ablenkungsprogramm des Teufels in der Weltgeschichte. So viele richten ihre Gedanken nicht mehr auf Gottes Liebe und Christi Geduld. Ich wünsche dir, dass DU mit Gottes Hilfe genau da ein sichtbarer Unterschied sein kannst.

Euer
Peter

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