Ein Fest der Freude

Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR.

Die Bibel, Sacharja 2,14

Weihnachten steht vor der Tür. Ein Fest der Freude. Nein, eigentlich ist es DAS Fest der Freude. Ein wiederkehrender Termin im Kalender an dem wir uns erinnern, dass Jesus gekommen ist und als Mensch mitten unter uns gewohnt hat. Diese Vorstellung war für die Juden nach der Babylonischen Gefangenschaft – rund 500 Jahre vor Jesus gerade nicht denkbar. Ihr Tempel lag seit Jahren immer noch in Trümmern. Und damit war das symbolische Haus Gottes nicht existent – hier wohnte Gott definitiv nicht!

David hatte zwar in Psalm 139 gesungen, dass Gott überall ist. Dass es keine Finsternis gibt, in der Gott mich nicht finden kann. Aber das war nicht so eine Überzeugung wie unsere heute: Christus in euch – die Hoffnung auf Gottes Herrlichkeit! (Kol 1,27b). Es gab nicht dieses Bewusstsein: Gott ist immer bei mir! Neben mir! In mir! Und deshalb brauchten die Juden Ermutigung. Tröstende Worte von Sacharja. Eine greifbare Perspektive für die Zukunft. Sie brauchten den Tempel.

Vielleicht geht es dir in diesem Dezember ähnlich wie ihnen. Du wünscht dir diese Advents- und Weihnachtszeit auch so einen ermutigenden Lichtstrahl in deine Finsternis und die Trübsinnigkeit der Welt hinein. Der neuerliche Lockdown geht allen auf die Nerven. Keiner will mehr „entschleunigen“. Die Gräben in der Gesellschaft vertiefen sich und schauen so unüberbrückbar aus wie die Trennung der Menschen selbst von Gott.

ich habe eben auf meinen Bibeleinband geschaut und dir ein Foto davon gemacht. Dargestellt sind die vier geistlichen Gesetze. Und wenn ich das sehe, dann weiß ich: es gibt tatsächlich Hoffnung für unsere Gesellschaft, für deine zerstrittene Familie und auch für dich ganz persönlich. Jesus ist tatsächlich gekommen! Es gibt da eine Brücke der Versöhnung. Und wer über diese Brücke geht und Jesus ins Zentrum seines Lebens stellt, der erlebt, dass Gott nicht nur mal kurz zu Besuch vorbeischaut. Er kommt, um dauerhaft zu bleiben! Bei dir – für immer!

Klingen diese Worte für dich vertraut? Ich habe den Einband vor fast 20 Jahren gemacht. Ich kenne diese Botschaft seit fast 30 Jahren. Aber ich möchte sie diese Weihnachten wieder ganz neu hören und verstehen.   J E S U S   I S T   D A ! – Gekommen, um bei mir zu bleiben!

Die Juden bekamen durch den Zuspruch von Sacharjas neuen Mut, um den Tempel weiter aufzubauen und zu vollenden. Irgendwann stand er dann auch fertig da. Gottes sichtbare, greifbare Wohnung unter den Menschen. Endlich! Aber in der Geschichte des Volkes sehen wir, dass es eigentlich gar nicht um das Haus aus Steinen geht. Es geht um unser Herz und unsere Hände.

Weihnachten geht nicht bloß um das, was wir in einem Krippenbild sehen. Es geht vielmehr um Gottes Gnade, seine Liebe, seine Barmherzigkeit mit uns. Es geht um Frieden, Freude, Liebe und Hoffnung. Und jedes Jahr feiern wir wieder neu die Teilerfüllung von Sacharja 2,14. Denn die ganze Vision blickt weiter.

In Vers 8 lesen wir von Jerusalem als einer offenen Stat. Eine Stadt ohne eigenen Schutz, ohne eigene Verteidigung – aber mit vielen Einwohnern und Gott selbst als Schutz und Bewahrung um sie herum. Gott umgibt sie mit seiner Herrlichkeit und wohnt in ihrer Mitte.

Lasst uns in dieser Weihnachtszeit bewusst Jesus ins Zentrum stellen. Auf WhatsApp zum Beispiel nur posten, was Ihn verherrlicht und den Menschen Freude & Hoffnung gibt. Lasst uns die Brücke der Versöhnung bekannt machen, die Gott zu Weihnachten gebaut hat. Dann wird Weihnachten auch in diesem Jahr wieder ein echtes Fest der Freude. Und das wünsche ich uns allen!

Euer
Peter

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